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21.10.10 - Hitzeball: Kunst gegen EU-Schwachsinn PDF Print E-mail

21.10.2010 - Herkömmliche Glühbirnen werden seit 2009 stufenweise von der EU verboten. 100 Watt- und 75 Watt-Glühbirnen gibt es schon jetzt nicht mehr, genausowenig wie matte Birnen. 60 Watt-Glühbirnen folgen nächstes Jahr. Wir berichteten bereits über diese Karikatur einer vernünftigen Umweltpolitik: Bericht 1, Bericht 2. Den Erfindern des Hitzeballs sei Dank, können Millionen von Menschen aber nun aufatmen und ihren Termin beim Psychater absagen. Denn nun gibt es den Heatball, eine Heizung in Glühbirnenform. 95 (!) Prozent des Stromverbrauchs wird mit diesen Heizungen in Wärme umgewandelt. Ein hocheffizienter Wert, kommen doch selbst modernste Heizungen in der Regel nur auf Wirkungsgrade von 60-80%. Beim Hitzeball werden 5% der Energie als unvermeidbares Nebenprodukt in Licht umgewandelt. Die Leuchtwirkung sei gesundheitlich aber völlig unbedenklich und allein produktionstechnisch bedingt, so die Erfinder des Heatballs. ... News vom 21.10.2010 ...

 
12.10.10 - Dalli-Dalli Rauchverbot: EU legt wieder los PDF Print E-mail

12.10.2010 - In der letzten Zeit war es in der EU ruhiger geworden um die Verschärfung von Rauchverboten. Vielleicht hatte man in Zeiten der globalen Finanzkrise und dem Beinnahe-Kollaps der griechischen Wirtschaft anderes zu tun. Vielleicht wollte man auch nur abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Nunja, jetzt prescht die EU in der Person von EU-Gesundheitskommissar John Dalli wieder vor. Nikotin-Obergrenzen, Warnbilder, Zigarettenpackungen nur noch unter der Ladentheke sowie farblose Zigaretteschachteln sollen es nun richten. Auch ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie steht auf seinem Wunschzettel.

Möglich, dass Dalli sich damit auch in großen Teilen durchsetzen kann. Allerdings tragen alle zu weit gefasste Verbote nicht zur Lösung des Problems bei. Gerade junge Menschen mit tendenziell schmalem Geldbeutel werden noch weit mehr als heute auf privaten Parties feiern - ohne jegliche Kontrolle durch den Staat, die Eltern oder wenigstens einen Wirt. Schränkt man den Nikotingehalt weiter ein, so wird der Schmuggel weiter ansteigen - mit all seinen gesundheitlichen Folgen durch staatlich nicht kontrollierte Rauchwaren aus Weissrussland. Nein, es gibt sinnvollere Wege als aktionistische Zero-Tolerance-Politik von oben. Wir wären froh, wenn die EU etwas mehr Vernunft, Realitätssinn und Vertrauen in seine Bürger zeigen würde. Wir sind der Meinung, das wäre spitze. ... News vom 12.10.2010 ...

 
06.10.10 - Lieber Rauchverbot als Rechtspopulisten PDF Print E-mail

06.10.2010 - Die künftige holländische Regierung will das Rauchen in kleinen Kneipen wieder erlauben. Freude über eine solche Meldung kann unser Verein allerdings nicht empfinden. "Wie bitte? Ihr habt Euch doch immer so dafür eingesetzt, dass man nicht immer alles einfach nur verbietet!" Ja, allerdings käme das Lockern des Rauchverbots in Holland gegen einen zu großen Preis. Hintergrund ist, dass die Niederlande eine neue Regierung mit Tolerierung des Rechtspopulisten Geert Wilders bekommt. Und in der Regierungsvereinbarung stehen entsprechend Dinge, die man bei einem westeuropäischen Land kaum für möglich hält. Stellvertretend für viele fremdenfeindliche Regelungen zitieren wir nur mal eine kurze Passage: "...Wer durch sein Verhalten oder seine Kleidung seine Chancen auf einen Arbeitsplatz beschränkt, verliert seine Arbeitslosenhilfe...". Nein, bevor ein Wilders unser Land regiert, verzichten wir lieber auf das Rauchen in der Kneipe.

 
26.09.10 - Rauch auf Kleidung schädigt Babys PDF Print E-mail

26.09.2010 - Neuste Forschungsergebnisse zum Thema Third-Hand-Smoke: das Institut für Hygiene und Biotechnologie (IHB) hat herausgefunden, dass der Rauch auf der Kleidung von Rauchern massiv deren Kinder schädigt. Das Nevengift Nikotin nistet sich bei Berührung, etwa wenn man sein Baby in den Arm nimmt, in den Hautzellen des Kindes ein, und diese verändern sich daraufhin und sterben ab. Dabei muss man wissen, dass nur 30% des Rauches von Zigaretten tatsächlich von Rauchern oder Passivrauchern eingeatmet wird. Der viel größere und damit viel gefährlichere Teil bleibt eben etwa in der Kleidung hängen und schädigt bei Berührung das Kind. Der Staat muss hier unbedingt Konsequenzen ziehen. Da es mit den ganzen Erhöhungen der Zigarettenpreise und auch den Rauchverboten offensichtlich nicht klappt, die Leute deutlich vom Rauchen abzubringen, sollte man es nach der genannten Studie eventuell damit versuchen, Eltern zu verbieten, Kinder liebevoll in den Arm zu nehmen. ... News vom 26.09.2010 ...

 
08.08.10 - Schottland vor "winding down period"? PDF Print E-mail

08.08.2010 - In Glasgow denkt man nach über eine so genannte "winding down period" in Pubs. In der letzten Stunde vor der Schließung des Pubs sollen keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden dürfen. Hintergrund: alle Gemeinden in Schottland müssen bis Ende des Jahres Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholmissbrauchs einführen. Eine "winding down period" kann da möglicherweise helfen. Zumindest kann so das Problem ein weiteres Stück aus der Öffentlichkeit verbannt werden. Denn so eine Stunde bedeutet faktisch, dass die meisten Gäste den Pub früher verlassen, und sich zuhause alleine und ohne Aufsicht des Wirtes noch den einen oder anderen kleinen Absacker gönnen. Aber das sieht ja dann keiner mehr, und die Politiker können sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, dass das Problem erfolgreich verkleinert worden ist. Ganz Clevere werden aber wahrscheinlich einen Ausweg aus der Misere finden: einfach kurz vor der "winding down period" noch ein paar Drinks mehr bestellen, zur Sicherheit lieber ein Gläschen mehr als man eigentlich trinken möchte, vielleicht kommt ja noch der nette Bekannte, oder wird das Gespräch an der Bar noch ganz witzig. Wie auch immer, die Leute werden durch das Verbot nicht weniger trinken. Durch Verbote erreicht man in der Tat häufig nicht das eigentliche Ziel. Häufig wird das Problem mit Verboten nur verschoben. ... News vom 08.08.2010 ...

 
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