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08.07.10 - Großbritannien diskutiert über "Zero-Risk"-Ansatz PDF Print E-mail

08.07.10 - In Großbritannien ist eine Diskussion darüber entfacht, ob es die britische Gesellschaft nicht mittlerweile übertreibt mit immer ängstlicher werdenden Einstellung zur Vermeidung jeglichen Risikos für Kinder. Auslöser dieser Diskussion war die Drohung einer Schule, die Eltern zweier Kinder (5 und 8 Jahre alt) bei den Aufsichtsbehörden anzuzeigen. Was hatten die Eltern getan? Ihre beiden Kinder fuhren täglich mit dem Fahrrad den etwa 1km langen Weg auf dem Bürgersteig zur Schule. Aus Sicht der Schule ein unverantwortliches Verhalten der Eltern. Die Eltern dagegen klagen an, dass das heutige England besessen ist, jegliches Risiko für Kinder zu vermeiden. Im Fokus ständen immer mehr eigentlich nur selten vorkommende Unfälle, die aber unbedingt vermieten werden müssten, koste es was es wolle. Das führe zu einer immer schlechter werdenden Lebensqualität für Kinder. Der immer weiter um sich greifende "Zero-Risk"-Ansatz nehme aber nicht nur den Spaß aus der Kindheit, sondern gefährde vor allem die soziale Entwicklung von Kindern. Mensch braucht toleranz meint: bravo Mr. und Ms. Schonrock. Alles zu verbieten, nur um seltene Unfälle zu vermeiden, bringt mehr Schaden als Nutzen. Das mag politisch inkorrekt sein, gerade weil "es doch um den Schutz unserer Kinder geht", wie auch so mancher deutscher Politiker mit erhobenem Zeigefinger belehren würde, ist uns aber egal. Denn wir sind überzeugt, dass übertriebener Schutz nach hinten losgeht. Wer kleinere Gefahren austesten kann, macht sich fit für den Ernstfall. Wer aber immer zur Schule gefahren wird, dann aber doch einmal alleine im Straßenverkehr unterwegs ist, wird über den Haufen gefahren. ... News vom 08.07.2010 ...

 

 
05.07.10 - Bayern: Totales Rauchverbot selbstverordnet!? PDF Print E-mail

In Bayern ist der von den Grünen, der SPD und der ÖDP initiierte Volksentscheid "für echten Nichtraucherschutz" mit 61% zu 39% angenommen worden (Wahlbeteiligung nur 38%). Damit ist ab 1. August das Rauchen generell in allen Kneipen verboten. Keine Ausnahmen. Keine Möglichkeit für den Wirt seinen eigenen Betrieb als Raucherkneipe auszuweisen, keine Rauchernebenräume, keine Raucherclubs. Zu bedenken ist bei dieser "Volks-Entscheidung" allerdings, dass die organisatorischen, finanziellen und medialen Kräfteverhältnisse im Vorfeld der Wahl höchst unterschiedlich gewesen sind. Durch das Bayerische Wahlgesetz ist es nur den im Landtag vertretenen Parteien möglich, vor einem Volksentscheid im Rundfunk und im TV zu werben sowie im öffentlichen Raum zu plakatieren. Diese Möglichkeit hatten die Wirte von Einraumkneipen nicht. Und diese Ungleichheit wurde auch subtil und konsequent ausgenutzt. Insbesondere, da der Bevölkerung eingeredet wurde, dass bei einer Ablehnung des Volksentscheids "überall wieder geraucht werden dürfe". So sagte Rupert Lanzinger, stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes: "Die Mehrheit der Bevölkerung sei der Auffassung gewesen, ein Nein beim Volksentscheid bedeute, dass das Rauchverbot dann gänzlich aufgehoben werde und in allen Gaststätten, auch in Speiselokalen, wieder wie früher geraucht werden dürfe. Dass es nur darum geht, die bestehenden Einschränkungen beizubehalten und nicht wieder zu verschärfen, das hat kein einziger gewusst".

So, und jetzt hat Bayern den Salat. Es wird spannend sein, das Anwachsen der Schwarzgastronomie sowie die Tumulte beim nächsten Oktoberfest zu beobachten. Aber machen wir uns hier in Sachsen nichts vor; die Diskussion um ein totales Rauchverbot in der Gastronomie wird auch hier wieder aufflammen. Wir hoffen natürlich, dass unser Gesetzgeber hier in Sachsen weiterhin bei der klugen Einsicht bleibt, dass die paar wenigen Raucherräume und Rauchergaststätten, die es noch gibt, nicht das Problem darstellen, sondern dass gerade durch diese moderaten Ausnahmen vom Rauchverbot ein gemeinsames Zusammenleben ohne übertriebene Verbote überhaupt erst möglich ist.

weitere Info: bayern-sagt-nein, br-online, spiegel

 
25.06.10 - Waldschlösschen-Biber ist wieder da! PDF Print E-mail

25.06.10 - Neugierig wegen dieser Nachricht von vor einer Woche, ging eines unserer Mitglieder gestern Mittag an der Elbe spazieren. Und siehe da: der Biber ist tatsächlich immer noch - oder wieder - da! Der ziemlich dicke Fettwanst lag friedlich hinter der stählernen Hilfsstütze in seinem Nest und hörte dem seichten Wellengang der Elbe zu. Er bewegte sich ein bisschen, hatte dabei ganz entspannt die Augen geschlossen. So gemütlich wie der dort lag, geht der bestimmt nicht so schnell wieder weg. Und damit könnte der Rebell bald für einen weiteren Baustopp sorgen - oder den weiteren Brückenbau vielleicht sogar ganz verhindern? Biber, mach es Dir gemütlich!

 
22.06.10 - Alten Ausweis noch bis Oktober "verlieren" PDF Print E-mail

22.06.2010 - In der Online-Ausgabe der Zeit erschien gestern ein Artikel über den neuen elektronischen Personalausweis, der voraussichtlich noch im November diesen Jahres eingeführt wird. Der neue Personalausweis soll einen RFID-Chip besitzen, der die darauf gespeicherten Personendaten (einschließlich des Fotos) enthält, und darauf ausgelegt ist, berührungslos zu funken. Jedenfalls die langfristige Datensicherheit des Ausweises sei derzeit daher noch hoch umstritten. Im Zweifel könnte eine komplette Identität ausgelesen und anschließend missbräuchlich verwendet werden. Der neue Ausweis soll mit 24 Euro drei Mal so viel kosten wie der alte. Die Zeit macht deshalb folgenden Vorschlag: den bisherigen Ausweis im Oktober "verlieren" und noch einmal für die nächsten 10 Jahre den guten alten Ausweis beantragen. ... News vom 22.10.2010 ...

 
20.06.10 - Lebensmittelampel kommt nicht PDF Print E-mail

20.06.2010 - Die FAZ begrüßt in einem Online-Beitrag vom heutigen Tage die Entscheidung des EU-Parlaments aus der vergangenen Woche, die so genannte Lebensmittelampel nicht einzuführen. Die Lebensmittelampel hätte bedeutet, dass Inhaltsstoffe wie Salz, Zucker oder Fett mit grünen, gelben oder roten Punkten gekennzeichnet hätten werden müssen. Mensch braucht toleranz war gegen die Lebensmittelampel, da dies ein weiterer Schritt gewesen wäre, dass der Staat seine Bürger wie  kleine Kinder behandelt. Der gesunde Menschenverstand sollte einem schon sagen, dass Cola viel Zucker, Schokolade viel Fett, und Salzstangen viel Salz enthalten. Des weiteren hätte die Lebensmittelampel das Tor zu staatlicher Verhaltenssteuerung noch weiter öffnen können; in dem FAZ-Beitrag heißt es dazu: "Was geschieht, wenn die Käufer sich rot-grün-blind zeigen und weiter essen, worauf sie Lust haben? Dann wird der Staat schnell auf Zwang umschalten. Am Ende werden Referenten und Bürokraten die Grenzen festlegen, und die werden von Lobbyisten beraten." Nicht zuletzt hätten mit der Ampel plötzlich Lebensmittel wie z.B. Nüsse einen gefährlich roten Punkt bekommen (Nüsse haben einen relativ hohen Fettanteil). Rote Punkte auf Nüssen wären freilich berechtigt gewesen, man denke nur an die Massen von untersetzten und behäbigen Eichhörnchen, die sich in unseren Parks von Baum zu Baum schleppen. Unser Verein ist dann auch mit der FAZ einer Meinung, die ihrem Beitrag kommentiert, dass die Lebensmittelampel die Menschen "nicht dünner, sondern dümmer" gemacht hätte. ... News vom 20.06.2010 ...

 
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