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29.11.12 - NRW beschließt Totalverbot in der Gastronomie PDF Print E-mail

29.11.12 - Grün at its best - Wir zwingen dich zum Glück! Zusammen mit der SPD hat das Parlament in NRW Nägel mit Köpfen gemacht und das Rauchen generell und ein für alle mal in der Gastronomie verboten. So gut wie alle Ausnahmen sind abgeschafft. Um es etwas ironisch auszudrücken: Kinder und Säuglinge werden nun auch in Nachts um 2 geschützt und sicherlich werden Horden von Familien und alten Omas die Umsatzrückgänge in Szene-Kneipen kompensieren.

Die Kardinalsfrage aber ist: warum muss sich die Poiitik in jeden privaten Kram einmischen? Und warum kann man nicht Kompromisse eingehen? Ein Raucherclub ist nunmal ein Raucherclub - da muss man schon wirklich umnachtet sein um dort "aus Versehen" hineinzugeraten. Und natürlich steht die Frage im Raum: was kann man denn als nächstes verbieten?!!

Es wird spannend sein, wie die neuen Regeln sich umsetzen lassen. Zu befürchten ist, dass anstatt einer sinnvollen und für alle akzeptablen Regelung nun Anarchie Einzug erhält. So fällt mit den Raucherclubs natürlich auch die in Raucherclubs durchgeführte Alterskontrolle (Eintritt erst ab 18) und das für Raucherclubs obligatorische Schild an der Eingangstür - d.h. gerade durch das (nicht beachtete) Totalverbot könnten z.B Jugendliche und passionierte Nichtraucher mehr Rauch erleben als vorher.

Die Alternative wäre natürlich drastische Strafen und lückenlose Kontrolle. Aber wollen wir das? Raucherpolizei und 1000.- Euro für das Anzünden einer Zigarette? Haben wir nicht wichtigere Probleme?

 
11.09.12 - Pläne für neue EU-Tabakrichtlinie PDF Print E-mail

11.09.2012 - Laut Bild-Zeitung von heute wird die EU-Kommission in den nächsten Wochen Pläne zu einer weiteren Verschärfung des Nichtaucherschutzes bekanntgeben. Die Bild-Zeitung spricht in diesem Zusammenhang von einem "Feldzug gegen Zigaretten". Die Süddeusche Zeitung spricht von einem "Katalog des Schreckens" - für die Zigarettenindustrie. Unter anderem sollen die Warnhinweise drei Mal so groß werden, so dass nur noch 25% der Vorderseite für irgendwas schönes Buntes zur Verfügung steht. Außerdem soll es verboten werden, dass ein Geschäft mehr als eine Variante einer Zigarettenmarke anbietet. Laut Bild sieht Matthias Groote (SPD), Chef des Gesundheitsausschusses des EU-Parlaments - das einzige direkt demokratisch legitimierte EU-Organ - die Pläne sehr kritisch. Doch was können EU-Parlamentarier in den Fängen des europäischen Demokratiedefizits gegen die Vorhaben der EU-Kommission tun, außer am Ende von bald vergessenen reißerischen Bild-Artikeln als Kritiker der Politik der EU-Kommission erwähnt zu werden?

 
08.01.12 - Stimmen gegen mehr Bevormundung PDF Print E-mail

08.01.2012 - In NRW plant die Regierung eine Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes. Vom Sommer an soll das Rauchen in allen Restaurants und Kneipen komplett verboten sein. Ausnahmeregelungen für abgetrennte Raucherräume, kleine Kneipen, Festzelte und auf Brauchtumsveranstaltungen soll es dann nicht mehr geben - weil Zigarettenrauch eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolge sei. Mit Umsatzrückgängen für die Kneipen sei nicht zu rechnen. Die Wirte müssten nur auf regionale Küche setzen, damit könnten sie sogar mehr Gäste als vorher anlocken.

Dazu haben sich nun einige Leute zu Wort gemeldet. Dabei sind natürlich die üblichen Lobby-Stimmen. Aber es haben sich außerdem auch andere, neue Gruppen, zu Wort gemeldet Und darüber hinaus auch Personen, die sich gegen ihre eigene Klientel wenden. Wir zitieren unkommentiert einige der Stimmen:

Monika Poschenrieder, Wirtin und Vorsitzende Fachbereich Gastronomie Bayerischer Hotel und Gaststättenverband, BHG: "Des is a Schmarrn. Wenn in NRW ein so radikales Rauchverbot wie in Bayern kommt, wird es sich so auswirken wie bei uns: Viele kleine Kneipen werden schließen müssen, Restaurants werden weniger Umsatz machen, weil die Gäste nach dem Essen schneller gehen. Und es wird private Garagenclubs geben, wo die Leute rauchen werden. Vor allem werden die klassischen Kneipen an der Ecke und die Szenegastronomie leiden."

Karl-Josef Laumann, CDU-Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag: "Es geht bei den Plänen der rot-grünen Landesregierung längst nicht mehr um den Schutz von Nichtrauchern. Der ist durch das geltende Nichtraucherschutzgesetz gewährleistet. Wir wollten Nichtraucher schützen, aber wir wollten als Staat Raucher nicht verfolgen, als wären es Kriminelle"

Thorsten Hellwig, Sprecher Hotel- und Gaststättenverband Dehoga NRW: "Es geht anscheinend nicht mehr nur um den Schutz von Nichtrauchern, es geht darum, ganz bestimmte Lebensweisen zu sanktionieren und unmöglich zu machen. Der Staat maßt sich zunehmend an, zu bestimmen, wie die Bürger zu leben haben. Und wer sich dieser Vorstellung nicht beugt, wird nicht mehr toleriert. Heute ist es das Rauchen, morgen der Alkohol, übermorgen vielleicht das ungesunde Essen. Gastronomie bedeutet nicht, aus schlechten bessere Menschen zu machen, sondern für Gäste mit unterschiedlichen Wünschen gute Gastgeber zu sein. Die Kneipe, in denen sich die Menschen treffen, um Bier zu trinken und sich zu unterhalten, wird es schwer haben. Viele werden die Gesetzesverschärfung nicht überleben. Quatschen, Bier trinken, rauchen - das sind die drei Säulen der Kneipe. Fällt eine weg, bricht das Konzept zusammen."

Daniel Voss, Besitzer Café Konkret, Bermudadreieck, Bochum: "Was wir erleben werden, ist das Ende der Szenegastronomie. Und das ist in meinen Augen kein Nebeneffekt der Gesetzesverschärfung, sondern deren Hauptzweck. Es geht vor allem den Grünen um Volkserziehung. Anstatt für Freiheit und Wahlmöglichkeiten des Einzelnen einzutreten, wollen die Grünen mehr Gleichheit - unterschiedliche Lebensentwürfe und Bedürfnisse der Menschen werden nicht mehr akzeptiert. Es gibt in den Köpfen einiger Politiker einen Idealmenschen: Der raucht nicht, der trinkt wenig und isst, wenn überhaupt, nur wenig Fleisch. Ein Öko-Mustermensch. Der Kampf gegen das Rauchen und die wenigen noch verbliebenen Raucherkneipen sind nur der Anfang. Als nächstes geht es gegen den Alkohol oder bestimmte Essgewohnheiten. In Skandinavien gibt es doch schon extrem hohe Steuern auf Alkohol, in Frankreich werden süße Getränke künstlich verteuert, und Dänemark hat eine Fettsteuer eingeführt. Nicht nur in Deutschland wird es allmählich unbequem, nicht dem Ideal zu entsprechen. In ganz Europa ist ein puritanischer Zeitgeist auf dem Vormarsch, der mich als Individuum formen will."

Bodo Meinsen, Verein "Bürger für Freiheit und Toleranz": "Wir wenden uns dagegen, dass der Staat sich immer stärker in das Leben der Menschen einmischt und sie entmündigt. Unser Ideal ist der selbstverantwortliche Bürger, nicht der vom Staat gegängelte. Wir wollen keinen Nanny-Staat, der uns erzieht. Ein generelles Rauchverbot ist nichts anderes als ein massiver Eingriff in die Lebensweise der Bürger. Und dabei wird es doch nicht bleiben. Kommt der Staat damit durch, wird er noch stärker versuchen, die Menschen zu erziehen. Erfolg macht Lust auf mehr."

Michele Marsching, NRW-Vorsitzender Piratenpartei NRW: "Wir haben zwar keinen bindenden Beschluss zu dem Thema, aber eine Tendenz. Wirte sollen selbst entscheiden, ob sie ein Raucherlokal betreiben wollen, müssen aber mit einem Schild darauf hinweisen."

Franz-Josef Drabig, Dortmunder SPD-Chef: "In Bierkneipen das Rauchen zu verbieten, ist Unsinn. Für mich zeigt sich an so einer Politik auch viel Hilflosigkeit. So etwas machen Politiker immer dann, wenn sie die richtigen Probleme nicht lösen können."

Vielleicht helfen diese Stimmen, den schicken Verbotszeitgeist der letzten Jahre wieder auf ein vernünftiges Normalmaß herunterzuschrauben. Hoffnung darauf macht der letzte Satz des Artikels aus der Welt, dem wir die genannten Stimmen entnommen haben: "Ohnehin scheint der rot-grüne Erziehungseifer etwas aus der Zeit gefallen zu sein: In den Niederlanden hat die Regierung angekündigt, die Rauchverbote wieder zu lockern, in Griechenland sollen Kneipen ihre Gäste wieder rauchen lassen dürfen."

... News vom 08.01.2012 ...

 

 

 
08.02.11 - Von "Laid Back" zum "Nanny-Staat" PDF Print E-mail

08.02.11 - In einem Artikel in der FAZ vom heutigen Tage wird über Australien berichtet. Laut diesem Bericht hat der in den Augen vieler Europäer doch so entspannte Kontinent inzwischen in vielen Bereichen des Lebens einen nur noch nervenden und übertrieben bemutternden Charakter bekommen. In dem Bericht fällt wegen der immer weiter um sich greifenden Einmischung des Staates in die privaten Lebensbereiche der Menschen und der immer höheren Strafen für Belanglosigkeiten sogar das Wort "Polizeistaat". Vielleicht etwas übertrieben, aber als Weckruf hoffentlich tauglich. Denn immer wieder in den vergangenen Jahrzehnten haben wir Europäer völlig verdutzt über für uns zunächst noch total verrückte gesellschaftliche Entwicklungen in den USA berichtet (ständig Werbungsunterbrechungen im Fernsehen, übertriebener Körperkult & Schönheitsoperationen, Umbenennung von Stadionnamen nach Firmen, Rauchverbot selbst im Freien, Abschaffung von Auf- und Abstieg im Sport (bei uns z.B. jetzt im Eishockey), etc). Um uns dann ein-zwei Jahrzehnte später ganz selbstverständlich genauso schwachsinnig zu verhalten. ... News vom 08.02.2011 ...

 
16.11.10 - Rauchen macht Kinder kriminell PDF Print E-mail

16.11.2010 - Eine Studie der Harvard Universität hat nun endlich wissenschaftlich belegt, dass Rauchen in der Schwangerschaft die Kinder dieser Eltern selbst kriminell macht. Schon eine Packung am Tag reicht aus, um das Baby um 30% krimineller zu machen als dessen Spielkameraden. Während ein normales Kleinkind pro Monat im Durchschnitt nur etwa 10 Baukltöze von seinen Spielkameraden stiehlt, mopst das Kind einer eine Packung Zigaretten am Tag rauchenden Mutter ganze 13 Bauklötze. Hat die Mutter 2 Packungen am Tag geraucht, stiehlt das Kind schon 16 Bauklötze, und bei 3 Packungen pro Tag sind es gar 19 (!) Bauklötze. ... News vom 16.11.2010 ...

 
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