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Aufkommende Probleme



Die aktuellen Gesetzesänderungen sehen wir nur als eine weitere Stufe des seit einigen Jahren zu beobachtenden Trends zu einer immer weiter um sich greifenden staatlichen Verbotspolitik. Diese Gesetzesänderungen und deren Auswirkungen auf das kollektive - und immer intoleranter werdende - Verhalten der Menschen werden Probleme erzeugen, die zuvor nicht vorhanden waren. Diese neuen - hausgemachten - Probleme werden Rufe nach weiteren Gesetzen laut werden lassen.


Hier einige Beispiele:


- Wenn Gäste einer Kneipe vor der Tür rauchen müssen, dann rauchen sie vor der Tür und unterhalten sich dabei - eventuell laut und zu nächtlicher Stunde. Das könnte jemanden stören, und daher muss das Rauchen auch in der Nähe von Kneipen schleunigst ebenfalls verboten werden.


- Wenn die Gäste einer Kneipe oder Disco dann auch nicht mehr vor der Tür rauchen dürfen, dann werden sie ein paar Schritte weiter rauchen und fröhlich sein. Das könnte aber die dortigen Nachbarn stören, und daher muss Rauchen auf der Straße zu nächtlicher Stunde generell verboten werden.


- Wenn die Menschen dann weder vor der Kneipe noch ein paar Schritte weiter rauchen dürfen, werden sie aus Rücksicht vor den Anwohnern noch ein paar Schritte weiter gehen, dorthin, wo keine Anwohner mehr sind, z.B. in einen Park. Es werden dann dort mehr Glimmstängel liegen. Das könnte die Umwelt und die Besucher des Parks stören, und daher muss auch Rauchen auf öffentlichen Plätzen verboten werden.


- Wenn die Raucher dann morgens zur Arbeit gehen und auch dort gezwungen werden, vor der Tür zu rauchen, dann können sie in dieser Zeit nicht arbeiten. Diese Menschen waren mit Zigarette am Arbeitsplatz sehr produktiv, nun aber sind sie das durch die aufgezwungenen Pausen ein wenig weniger. Das könnte jemanden stören, und daher muss das Rauchen während der Arbeitszeit schleunigst ebenfalls verboten werden.


- Wenn die Menschen dann nur noch zu Hause rauchen dürfen, werden sie dort häufiger rauchen. Es wird dann häufiger das Fenster offen sein, und dadurch wird mehr geheizt werden. Das könnte den Nachbarn, zu dem der Rauch zieht, oder die Umwelt stören, und daher muss das Rauchen in der eigenen Wohnung schleunigst ebenfalls verboten werden.

 

Die beschriebene Kettenreaktion zu immer mehr Verboten gilt natürlich nicht nur beim Rauchverbot. Teufelskreise dieser Art werden sich auch bei allen anderen realitätsfremden und gängelnden Verboten einstellen.


- Schon jetzt ist die Tendenz zu erkennen, dass sich vor allem Jugendliche gar nicht erst mehr in Kneipen treffen. Sie treffen sich an der Tankstelle, im Park, oder auf dem Parkplatz vor dem geschlossenen Supermarkt. Hier sind sie nun vollkommen ohne Aufsicht - bis die Polizei kommt. Nachdem die Jugendlichen gemerkt haben, dass Saufen vor der Tankstelle lustig und billig ist, werden sie das vermehrt tun. Rufe nach Alkoholverbot an Tankstellen und Spätshops werden folgen.


- Die freundliche NPD freut sich schon jetzt darauf, diesen Jugendlichen gemütliche und vollkommen unpolitische Heimatabende bei lauschiger Musik und kameradschaftlichen Gesprächen anbieten zu können.


- Wie bei der Prohibition in den USA wird eine Subkultur entstehen, welche sich zu Hause, bei Freunden oder bei illegalen Parties trifft. Hier gibt es sie dann: die verbotenen Drogen, geschmuggelte Zigaretten und jede Menge Alkohol (vor allem in Form von gefährlichem Schnaps, da man Bier nicht so gut heimlich transportieren kann). Und da man weiß, dass sich eine solche Gelegenheit erst wieder am nächsten Wochenende bieten wird, wenn Janas Eltern nicht da sind, wird man die Gelegenheit nutzen und sich kollektiv hemmungslos besaufen. Wer einmal als Austauschschüler in den USA war, weiß wovon wir reden.


- Daneben werden die Zigarettenpreise angehoben. Bei Preisen von 1.- Euro pro Schachtel in Weißrussland ist das die beste Einladung an die Mafia. Und wer Zigaretten schmuggelt, der kann auch gleich paar Frauen und einige ausgesuchte Opiate mitnehmen.


- Igendwann wird man feststellen, dass man, um die "Kriminellen'' zu bekämpfen, Autokennzeichen speichern, Bewegungsprofile erstellen, Kreditkartennummern sammeln, Telefone anzapfen und Nachbarn befragen muss.

 

Ein starker Staat ist schwach. Die Menschen machen den Staat ... und der Mensch braucht Freiheit, der

mensch braucht toleranz.