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Die Kandidaten von mensch-braucht-toleranz e.V.

Fünf Mitglieder von mensch braucht toleranz e.V. treten im Rahmen der nichtmitgliedschaftlichen Wählervereinigung BÜRGERBÜNDNIS DRESDEN (Liste 8) bei der Stadtratswahl am 7. Juni 2009 für den Wahlkreis Dresden-Neustadt an. Diese Bürger Dresdens sind Martin Schulte-Wissermann, Monika Kempka und Frank "Langer" Dietrich für den Wahlkreis Dresden-Neustadt, Tina Mieske für den Wahlkreis Pieschen und Lutz Kahls für den Wahlkreis Cotta/Naußlitz/Gorbitz.

Die Stadtratswahl ist eine Personenwahl. Daher ist wichtig für das Selbstverständnis der Kandidaten sowie des Vereins, dass alle fünf Kandidaten als Privatpersonen antreten. Diese fünf Menschen, und nicht der Verein mensch braucht toleranz, stehen auf dem Wahlzettel.

Dadurch ist es möglich, dass die drei Kandidaten ihre eigenen, spezifizierten Wahlziele - eingebettet in die generellen Wahlziele des BÜRGERBÜNDNIS DRESDEN - formulieren können, ohne dass jeder Punkt den Ansichten des Vereins entsprechen muss. Aber natürlich ist die Schnittmenge der Ziele der Kandidaten mit den Zielen des Vereins groß.

So ist ein zentrales Ziel der Kandidaten das Eintreten gegen einen alles ordnen wollenden "Nanny Staat", respektive eine "Nanny-Stadt". Dem Menschen darf nicht alles verboten werden, ihm dürfen nicht alle Entscheidungen abgenommen werden, er darf nicht immer mehr eingeschüchtert werden. Jedermann muss sich in seiner Arbeits- und Freizeitwelt entfalten können. Nur so können Menschen kreativ sein und zum Wohle Aller Neues erschaffen.

Daneben treten die Kandidaten auch für eine sozialere, gerechtere, transparentere und schönere Stadt ein. Aber lest selbst:

 


 

Martin Schulte-Wissermann

Dr. Martin Schulte-Wissermann

 

Wahlkreis 3 - Dresden-Neustadt

An sich habe ich mich immer als konstruktiver und produktiver Teil der Gesellschaft gefühlt. Beruflich habe ich hier in Dresden promoviert, betreibe wissenschaftliche Grundlagenforschung, betreue Studenten, Diplomanden und Doktoranden. In meiner Freizeit habe ich in den letzten neun Jahren ein kleines, denkmalgeschütztes Haus vor dem Verfall gerettet, durch die Flut gebracht und dann mit eigenen Händen wieder aufgebaut. Manchmal aber bekomme ich das Gefühl, dass etwas mit der Gesellschaft nicht stimmt, und ich komme mir (so wie viele andere auch) ein wenig ausgenutzt vor: Rente wird es kaum eine geben, Zahnbehandlung ist superteuer, ich soll bis mindestens 67 Jahre arbeiten, an der Universität gibt es nur unsichere Jahresverträge, die Steuern und Abgaben erdrücken einen, usw.

Und als ob das nicht alles Dinge wären, um die man sich kümmern sollte - ja müsste - fühle ich mich in manchen Situationen zunehmend ein wenig ausgegrenzt und bevormundet: ich gehe nach einem langem Arbeitstag gerne mal in meine Stammkneipe und rauche dort in geselliger Runde eine Zigarette zum Bier; dann und wann kaufe mir auch einfach mal ein Feierabendbier in einem Spätshop in der Neustadt. Ich fahre einen alten VW-Bus, da ich wegen meiner Bautätigkeit einen Bus brauche, und mir auch keinen neuen leisten kann; mit Freunden grille ich im Sommer gerne an der Elbe, und trotz meines nicht mehr ganz taufrischen Alters kann es auch bei mir an manchem Wochenende in der Neustadt noch mal etwas länger werden. Gerne besuche ich Lesungen, Konzerte und Theatervorführungen kleiner kulturschaffender Vereine; ich gehe gerne mit Freuden in der Dresdner Heide oder an der Elbe spazieren, die ihren Hund dort ausführen; und ich liebe die schönen, historischen Straßenzüge und Plätze Dresdens.

Viele dieser Dinge sind vom Staat oder der Stadt in der letzten Zeit eingeschränkt, behindert oder gar ganz verboten worden. Einige davon wie beispielsweise ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, Verkürzung der Sperrstunde oder Fahrverbote für Künstler und Arme (Umweltzone) sind geplant bzw. stehen kurz vor der Einführung. Und schließlich muss man an immer mehr Plätzen in Dresden weinen, wenn man sieht, wie eine "moderne" Architektur und Verkehrsführung nach und nach das Gesicht dieser schönen Stadt vernarbt.

Immer mehr Dinge werden verboten - und der Widerstand gegen jedes einzelne dieser Verbote wird immer geringer.

Im Frühjahr 2007 habe ich beschlossen, dass es Schluss sein muss, lediglich zu schimpfen und zu meckern. Zusammen mit einigen Freunden habe ich den mensch braucht toleranz e.V. gegründet. Als Zugpferd diente - und dienen - die überzogenen Rauchverbote. An ihnen will der Verein exemplarisch seinen Beitrag gegen den "Verbotswahn" und für das Prinzip "Leben und Leben lassen" leisten. Anfangs wurden wir dafür belächelt - von Kollegen, von Bekannten, von der Presse. Das hat sich mit der Zeit gelegt, und spüren wir immer mehr Zustimmung. Und was für eine größere Berechtigung kann man vorweisen als eine Bestätigung durch das Verfassungsgericht.

Jetzt ist 2009 - und die Stadtratswahl ist eine sehr gute Gelegenheit, sein kleines, demokratisches Zeichen für wahre Bürgerbeteiligung in der Stadtpolitik zu setzen. Es ist jetzt Zeit, sich auch um die anderen wichtigen Dinge zu kümmern, denn es gibt natürlich noch viel mehr Ungerechtigkeiten als das Rauchverbot in Einraumkneipen: Kinder bekommen nichts zu essen, ein Welterbe wird weggeworfen, Dresdner Bürger werden, teilweise sogar ohne ihr Wissen, videoüberwacht, Vereine nicht genügend gefördert, und "Rechte Gewalt" in unserer Stadt nicht genügend bekämpft - um nur einige Dinge zu benennen. Daher möchte ich bei diesen Themen mich konstruktiv im Stadtrat einsetzen.

Für die Erstellung der Wahlziele habe ich mit meinen Mitstreitern zusammen mit hunderten Menschen gesprochen und versucht, hauptsächlich Kleinigkeiten, die leicht zu ändern sind, aufzuschreiben. Wir waren und sind der Meinung, dass man erst zuhören und diskutieren muss, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Dabei sind natürlich auch Dinge herausgekommen, die Geld kosten. Wenn man aber bedenkt, wieviel Geld in der Vergangenheit in katastrophalen Bauprojekten verbrannt wurde, dann kann man für die Zukunft schon fragen: "Gesicherte Kita-Essensversorgung oder doch noch ein Postplatz?".

Zusammen mit der Wählervereinigung Volkssolidarität, Vertretern der Gruppe der 20 und Netzwerk Welterbe und weiteren parteiunabhängigen Dresdnern hat sich Anfang des Jahres ein harmonisches Bürgerbündnis gebildet. Hier finde ich kompetente Menschen, die alle schon in der Vergangenheit etwas für Dresden und seine Bürger getan haben. Es gibt keine festen Strukturen oder eine Hierarchie - nur die ideelle Klammer der Wahlziele des BÜRGERBÜNDNIS DRESDEN. So gefällt mir das.

Mir ist bewusst, dass - ohne Geld und Hilfe einer Parteiinfrastruktur - das Ziel, in den Stadtrat gewählt zu werden, ambitioniert ist. Es ist aber alles andere als unmöglich. Die vergangenen Kommunalwahlen haben gezeigt, dass die unabhängigen Wählervereinigungen für die Dresdner Bürger zu einer echten Alternative geworden sind: mehrere parteiunabhängige Kandidaten wurden damals in den Stadtrat gewählt. Ich werde in den kommenden Wochen alles dafür tun, dass die Bürger der Neustadt im künftigen Dresdner Stadtrat durch eine parteiunabhängige Stimme des BÜRGERBÜNDNIS DRESDEN vertreten werden. Eine Stimme, die sich insbesondere bei den neustadtrelevanten Themen für mehr Vernunft und Ausgleich einbringen wird.

Martin Schulte-Wissermann

 


 

Monika Kempka

Monika Kempka

 

Wahlkreis 3 - Dresden-Neustadt

Seit 1990 kenne und liebe ich die Neustadt! Sie hat in den letzten 20 Jahren oft ihr Gesicht gewechselt - aber im Herzen ist die Neustadt immer dieses quirlige und weltoffene Viertel geblieben. Hier kann man das Leben gestalten und lieben.

Als Gastronomin weiß ich, wie schwer es ist, einen "Laden" so zu führen, dass man nicht wirtschaftlich untergeht. Die vielen Gesetze und Verordnungen für die Gastronomie machen es einem auch nicht leichter. Mit Sorge habe ich in den letzten Jahren dazu noch festgestellt, dass auch außerhalb der Gastronomie immer mehr Verbote und Gebote - auch in den Köpfen der Menschen - das friedliche und fröhliche Zusammenleben Aller erschweren.

Ich möchte, dass die Neustadt ein SzenEN-Viertel bleibt, ich benutze hier bewusst den Plural, denn hier wohnt Alt neben Jung, Familien, Rentner, Studenten, Lebenskünstler, hier Arbeiten die Menschen, verdienen ihren Unterhalt und hier wird auch entspannt und gefeiert. So vielfältig soll es bleiben.

Mein Motto ist: "Wer sich nicht einsetzt, bewegt nichts". Und daher setze ich mich im Sinne aller Dresdner für gerechte und einfache Lösungen ein. Im Stadtrat möchte ich - auf gleicher Augenhöhe - den Vertretern der etablierten Parteien immer wieder sagen: "Ihr seid für die Bürger da - und nicht umgekehrt".

Monika Kempka

 


 

Frank "Langer" Dietrich

Frank

 

Wahlkreis 3 - Dresden-Neustadt

Ich stehe für ein buntes, lebenswertes Dresden und für ein konkurrenzfreies Miteinander von Jung und Alt.

In einer zivilisierten Welt, sollte es doch möglich sein, Lösungen zu finden, bei denen sich ehrwürdiges altes Bauen und sinnvoll zweckmäßiges Modernes und Zeitgemäßes zueinanderfügen und ergänzen! Dies gilt nicht nur für Stein und Glas, sondern insbesondere auch für das bunte Grün als Lungenbläschen in unserer Stadt.
Gelingt dies, kann ich mir vorstellen, dass die jungen und älteren Generationen Spaß daran haben, in dieser Stadt in gegenseitiger Achtung gern zu leben. Somit würde dann Dresden auch wieder in all seinen Stadtgebieten von und durch seine Einwohner geprägt werden.
Toleranz könnte angesagt sein, Ideen sollten wir aufgeschlossen entgegentreten und diese als Bereicherung unseres Stadtlebens bewerten, diskutieren und auch umsetzen.
Dabei steht dann Vielfältigkeit und Vielseitigkeit im Vordergrund.
Verbote sind keine Lösungen!
Ich möchte eine Kulturstadt, die auf ihren alten Wurzeln Neues hervorbringt und nach vorn schaut.
Kinder sind auf diesem Weg das Wichtigste! Sport, Kunst in jeder Form und Bildung für alle gleichermaßen und auf gutem Niveau ist notwendig!
Mit einer Infrastruktur, die alle Verkehrsteilnehmer sich zügig nebeneinander, sicher und rücksichtsvoll bewegen lässt, könnten wir Dresdens Ansehen auch bei den Touristen nur stärken.
Diese brauchen wir, damit wir Neustädter und alle Dresdner unser Lebensgefühl präsentieren, sowie den Lebenspuls und -atem unserer Heimatstadt spürbar und erlebbar machen können.
Lasst uns frei, unbefangen, tolerant und ohne Bevormundung in unserer Stadt arbeiten und leben!

Dies klingt alles etwas verträumt,- ja! Aber ich glaube, dass es machbar ist! ...

Frank Dietrich

 


 

Tina Mieske

Wahlkreis 4 - Dresden-Pieschen

Das Leben ist schon schwierig genug! Ich will mich dafür einsetzen, dass die Stadt die Dinge regelt, aber nicht reglementiert. Es muss Freiräume für die Menschen geben - zum produktiven Arbeiten sowie auch in der Freizeit.

Tina Mieske

 


 

Lutz Kahls

Wahlkreis13 - Dresden-Cotta/Naußlitz/Gorbitz

Ich stehe für einfache und von allen akzeptierten Regelungen, die den Bürgern und Gewerbetreibenden den Raum zum Leben und Arbeiten lassen.

Lutz Kahls

 


 

Wahlziele des BÜRGERBÜNDNIS DRESDEN und Wahlziele der Kandidaten von mensch braucht toleranz e.V.

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Wahlflyer der Neustadtkandidaten