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Dr. Klaus Sühl, Die Linke

 

Mein Standpunkt ist - im Fall meiner Wahl werde ich mich einsetzen für:




Waldschlößchenbrücke und Welterbe
Es ist schon bemerkenswert, dass es für viele Dresdnerinnen und Dresdner offenbar nur ein wichtiges Wahlkampfthema gibt: Brücke oder Tunnel. Als ob wir nicht wichtigere Dinge in der Stadt haben: Arbeitslosigkeit, zunehmende Armut insbesondere bei Kindern und alten Menschen, Ärztemangel, fehlende Schwimm- und Sporthallen usw. - Meine Aufgabe als Oberbürgermeister wird es sein, den Mehrheitswillen der Dresdner Bevölkerung umzusetzen und dafür zu sorgen, dass Zank, Streit und Hass aufhören. Sollte es noch die Chance für einen mehrheitsfähigen Kompromiss geben, der den Welterbetitel erhält und die Elbquerung ermöglicht, würde ich mich dafür einsetzen.

Rauchverbot in Kneipen
Der Konsum von Tabak ist - bei allen Risiken - Bestandteil der menschlichen Kultur. Ich halte nichts davon, Menschen zu missionieren. Sie sollen sich entscheiden können, was ihnen ihre Laster und Genüsse wert sind, sofern sie damit nicht die Allgemeinheit belasten. In Speiserestaurants halte ich ein Rauchverbot für sehr sinnvoll. In Kneipen und Bars bin ich für differenzierte Lösungen. Wenn es einen Markt für solche Einrichtungen für Raucher gibt, muss der Gesetzgeber dafür auch Raum gewähren.

Sperrstunde, Ausschankverbot, Alkoholverbot im Freien
Ich halte die bestehenden Gesetze für vollkommen ausreichend; es kommt darauf an, sie umzusetzen bzw. anzuwenden. In traditionell lebendigen Stadtvierteln wie z.B. der Dresdner Neustadt müssen andere Maßstäbe gelten als in ruhigen Wohngegenden. Ein generelles Alkoholverbot im Freien halte ich für kompletten Unfug!

Videoüberwachung
Die Videoüberwachung ist ein populistisches Spielen mit den Ängsten der Menschen. Kriminalität ist an ihren Ursachen zu bekämpfen. Videoüberwachung immer und überall deutet auf ein bedenkliches Demokratieverständnis hin. Hier gilt, so wie bei Onlineüberwachung, Lauschangriff und Vorratsdatenspeicherung: Dies alles vermindert die Bereitschaft der Menschen, ihre bürgerlichen Recht wahrzunehmen und ist deshalb abzulehnen.

Dynamo, Eislöwen und allgemeine Sportförderung
Profivereine sind gewinnorientierte mittelständische Unternehmen und sollten in der Regel auch so behandelt werden. Als Unternehmen können sie unter Umständen auch mit einer angemessenen (Wirtschafts-)Förderung rechnen. Ihr Hauptaugenmerk sollte die Politik jedoch auf den Breitensport richten, da hier die größten Effekte für die Menschen erzielt werden. Das ehrenamtliche Engagement von Sportlerinnen, Übungsleiterinnen, Kampfrichterinnen sind kann gar nicht hoch genug geschätzt werden und verdient umfassende Förderung.

Kultur und Vereine
Dresden hat ein äußerst lebendiges Kulturleben, welches es zu fördern gilt. Hier wünsche ich mir insbesondere mehr Aufmerksamkeit für moderne Kunst, auch moderner angewandter Kunst. Dresden braucht eine angemessene Spielstätte für seine großartigen Orchester ebenso wie Platz für Unterhaltungsmusik. Den Operettenstandort "Kraftwerk Mitte" finde ich großartig. Eine spannende Art, mit dem Erbe der Industrialisierung umzugehen.Vereine sind fester Bestandteil der Alltagskultur - auch der Kultur des menschlichen Miteinanders. Davon kann es gar nicht genug geben.

Jugend und Kitas
Jedes Kind, dessen Eltern dies möchten, sollte eine Kindertagesstätte besuchen können. Kitas sind als Bestandteil der Bildungspolitik zu betrachten und dementsprechend zu betreiben. Kinder die frühzeitig lernen, sich im gesellschaftlichen Raum zu bewegen, die Chance haben, Aufmerksamkeit zu erregen und auch zu bekommen, lernen, auch aufmerksam mit ihren Mitmenschen umzugehen. Dies würde uns perspektivisch im Jugendbereich so manche Sorge abnehmen. In Sachen Jugend gilt: Jegliche Eigeninitiative von jungen Menschen, ihr Zusammenleben selbst zu organisieren, verdient Respekt und unbedingte Förderung.