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Eva Jähnigen, Die Grünen

 

Mein Standpunkt ist - im Fall meiner Wahl werde ich mich einsetzen für:

 


 Waldschlößchenbrücke und Welterbe

Den Bau der Waldschlösschenbrücke habe ich immer abgelehnt. Angesichts der drohenden Aberkennung des Welterbetitels für das Dresdner Elbtal unterstütze ich das Bürgerbegehren für einen Elbtunnel als Kompromiss, der jetzt noch möglich ist. Es ist inakzeptabel, dass Stadtverwaltung, CDU und Staatsregierung alles tun, um dies zu verhindern. Ich werde mich auch weiterhin für einen Kompromiss stark machen. Dazu ist aber jetzt ein Baustopp unumgänglich!

Rauchverbot in Kneipen
Angesichts der gesundheitlichen Gefahren des Rauchens stehe ich für einen angemessenen Nichtraucherschutz. Dabei sind natürlich die Interessen aller, auch der Gastwirte und der Rauchenden zu berücksichtigen - um Ausgrenzung geht es nicht. Es muss in Dresden möglich sein, ungestört von Zigarettenrauch in einer Kneipe zu sitzen. Umgekehrt sollte auch das Rauchen in eigenen Bereichen möglich sein.

Sperrstunde, Ausschankverbot, Alkoholverbot im Freien
All diese Maßnahmen sind untauglich, um Konflikte und Auseinandersetzungen in Stadtteilen zu lösen. Die Einführung des Alkoholverbots in der Äußeren Neustadt ist falsch, da es den Bock zum Gärtner macht - Auseinandersetzungen wie vor der Scheune lassen sich so nicht lösen. Es braucht ein Zusammenwirken von Stadtgestaltung und sozialer Arbeit, Gastronomen und Gewerbetreibenden sowie alle Akteuren im Stadtteil, um gemeinsam und kooperativ nach Lösungen zu suchen. Hier sollte die Stadtverwaltung moderieren und gute Initiativen für den Stadtteil entwickeln, anstelle wie derzeit die Falschen abzustrafen.

Videoüberwachung
Videoüberwachung lehne ich ab. Sie bringt weder die erhoffte Sicherheit noch löst sie Ursachen der Konflikte. Oft verdrängt Videoüberwachung Gewalt und Kriminalität nur an andere Orte. Videoüberwachung hilft vielleicht bei der Aufklärung einer Tat, verhindert wird sie sie aber nicht. Ich halte es für wichtiger, die Ursachen von Gewalt und Kriminalität zu bekämpfen, als an Symptomen rumzubasteln. Und: Gegen Alltagsrassismus und rechte Gewalt hilft nur eine wache Zivilgesellschaft und nicht eine Videokamera.

Dynamo, Eislöwen und Sportförderung im Allgemeinen
Sport ist wichtig für Dresden, wird derzeit aber nicht seiner Bedeutung entsprechend gefördert und muss stärker als bisher unter sozialen Aspekten gefördert werden. Ich will, dass wir mehr Geld in die Sanierung der allgemein zugänglichen Sportanlagen sowie in die sinnvolle Förderung der kleinen Vereine mit ihren vielen Engagierten stecken sowie die vorhandenen Turnhallen und Sportplätze besser zugänglich für allgemeine Sportnutzung machen. Ein Ausspielen dieser Interessen gegen die der großen Vereine Dynamo Dresden und Eislöwen wäre falsch.  Ein Darlehen wie das der Stadt für Dynamo Dresden halte ich nur für ein äußerstes Mittel, für das ich mir klare Auflagen und eine konsequentere Kontrolle gewünscht hätte als das bisher geschehen ist. Ohne das Darlehen wären allerdings die Folgekosten für die Stadt noch höher geworden.

Kultur und Vereine
Kultur ist ein Lebenselexier Dresdens. Um dies so zu erhalten, braucht es die großen Kulturangebote wie die kleinen alternativen Angebote im Stadtteil gleichermaßen. Deshalb ist es mir wichtig, die Förderung kleiner Kulturprojekt auszuweiten und gerade in diesem Bereich mehr Kultur und einen einfacheren Zugang zu ihr zu ermöglichen. Ich möchte, dass die Stadt mehr für Jugendkultur und die Kreativszene tut sowie stärker als bisher zeitgenössische Kunst und zeitgenössische Künstler fördert.

Jugend und Kitas
Als Folge der falschen Politik in den 90er Jahren fehlen in Dresden immer noch über 400 KITA-Plätze und das gerade in den Stadtteilen, die attraktiv für junge Familien sind. Ich trete dafür ein, dass die Stadt das schnell aufholt und gleichzeitig für die Qualitätsverbesserung der Angebote sorgt. Dazu gehören für mich neben der pädagogischen Qualität auch eine kinderfreundliche bauliche Gestaltung und eine gesunde Ernährung mit Zubereitung unter Einbeziehung der Kinder. Für Kinder und Jugendliche aus Familien mit wenig Geld muss die Stadt durch kostenloses Essen, Sozialticket u. a. bessere Zugangsmöglichkeiten zu Mobilität und Bildung schaffen als bisher.
Die vorhandenen Jugendangebote für Kinder und Jugendliche müssen erhalten und bei Bedarf ausgebaut werden. Wir brauchen mehr Frei- und Sportflächen gerade in dicht bebauten Vierteln. In die Planung und Betreibung der städtischen Angebote für Kinder und Jugendliche sollen diese stärker einbezogen werden als bisher.
Die Sanierung der Schulen und Sportstätten will ich entschiedener vorantreiben als bisher und transparenter mit ständiger Beteiligung der Eltern gestalten. Gegenüber dem Freistaat Sachsen werde ich als Oberbürgermeisterin für den Ausbau der Ganztags- und Gemeinschaftsschulangebote sowie eine deutliche Senkung der Betreuungsschlüssel in Krippen und Kitas um ein Drittel durch Erhöhung der Zuweisungen des Freistaates eintreten.